20.10.17

[Reiseproviant] #10|17



Geplauder:


Frisch erholt, mit vielen Ideen und neuer Energie. So wollte ich aus der Blogpause zurückkehren. Die Wahrheit sieht ein bisschen anders aus. Ich versumpfe in Urlaubs- und Messeblues, bin genervt von den Sozialen Netzwerken Twitter und Facebook, die aber unumgänglich sind, wenn ich möchte, dass meine Blogartikel von vielen Menschen gelesen werden, und würde am liebsten den ganzen Tag nur lesen (verbringe dann aber viel zu viel sinnlose Zeit am Handy).

Aber jammern nützt nichts. Anpacken, Situation ändern und besser fühlen!

Deshalb bekommst du auch heute einen meiner aufwendigsten Beiträge: den Reiseproviant. 

So ganz ideenlos bin ich natürlich nicht. Während der Blogpause haben sich einige gelesene Bücher bzw. Rezensionen angesammelt. In Zukunft möchte ich auch unbedingt wieder mehr Interviews veröffentlichen. Den Reiseproviant werde ich demnächst etwas freier gestalten. Nicht mehr nur stur nach einem immer gleichen Muster, sondern viel flexibler und angepasster an meinen Buch- / Lese- / Bloggeralltag. Ich hoffe, du findest weiterhin so viel Freude daran wie bisher.




Bloggerreise:


Ich war auf der Frankfurter Buchmesse. Fotografisch belegen kann ich es nicht so richtig, denn ich habe kaum Fotos gemacht.

Warum?

Weil ich die Zeit dort so sehr genossen habe, dass ich mich nicht von Handy, Instagram etc. ablenken lassen wollte. Alles war so schön, so spannend, so inspirierend.

Besonders gefreut habe ich mich darüber so viele nette BloggerInnen wiederzutreffen bzw. kennenzulernen. Bei einigen hat man das Gefühl sie seit Jahren zu kennen, obwohl man sich noch nie gesehen hat. Und trotzdem stimmt die Chemie auf Anhieb. Es ist einfach wunderbar so viele Menschen zu treffen, die der gleichen Leidenschaft frönen.

Hier und da durfte ich in die Frühjahrsvorschauen der Verlage hineinlinsen. Ich kann euch versprechen, dass ihr euch keinerlei Sorgen machen müsst, dass ihr in 2018 nicht ausreichend Wunschlistenfutter bekommt.

Ein großes Vergnügen war das Treffen mit Autorin Sabine Schoder. Die Fischerverlage Jugendbuchabteilung hat dies für einen überschaulichen BloggerInnenkreis organisiert. Sabine hatte ihren Mann dabei und beide sind ausgesprochen sympathisch. Ihren neusten Roman "So was passiert nur Idioten wie uns" habe ich auf der Rückfahrt vom Urlaub verschlungen. Er ist genau so empfehlenswert wie "So was passiert nur Idioten wie mir". Sabines Erzählungen aus ihrem Autorenalltag haben uns ziemlich zum Lachen gebracht. 

Alles in allem war meine Buchmesse wenig spektakulär, aber wahnsinnig gemütlich und schön.

Ich habe für mich mitnehmen können, wie wichtig es für mich ist meinen Idealen und meinem Geschmack treu zu bleiben, keinen Trends und Influencern hinterherzurennen und über das zu sprechen, was mir wichtig ist und was mir Freude macht. 



Lesereise:


Gelesen habe ich in der letzten Zeit recht viel. Da ich jetzt aber schon so viel geplappert habe, nur kurz meine Highlights der letzten Wochen.

Empfehlenswert sind:

"Ein guter Mensch" | Jürgen Bauer | Dystopie, die sich auf den Gedanken stützt, das Wasser ein knappes Gut ist und rationiert wird und was mit der Gesellschaft sowie Personen im Einzelnen passiert, wenn etwas, dass bisher selbstverständlich war und zur Grundversorgung gehört, passiert (in einigen Ländern dieser Welt leider Realität).




"Draconis Memoria. Das Erwachen des Feuers" | Anthony Ryan | Fantasy vom allerfeinsten!! Komplex, fanatsievoll, kritisch und mit dem wundervollen Duft von Abenteuer gespickt. Über 700 Seiten sind hier noch zu wenig, aber zum Glück ist es ja erst der Auftakt der neuen Ryan Trilogie.





"Der Himmel über Appleton House" | S.E. Durrant | Dieser feine kleine Roman beginnt so schüchtern und leise und endet so kraftvoll, so rührend, dass ich die letzten Seiten inbrünstig geweint habe. Noch nie wurden die Gefühle von Kindern, die im Stich gelassen wurden so gut, so verständlich in einem Roman verpackt.




"Die Legenden von Astray. Tote Helden" | Michael Peinkofer | Der Anfang ist echt zäh. Dank der Deutschen Bahn bekam ich die Gelegenheit über den lahmen Punkt hinwegzulesen und dann wird es echt so richtig spannend. Tolle Figuren, komplexe Handlungsstränge, die nach und nach Geheimnisse enthüllen, aber auch neue aufwerfen. Ab der Hälfte habe ich das Buch inhaliert. 





Netzreise:


Herbstzeit ist Lesezeit. Ungemütliches Wetter, gemütliche Lesesituation mit Decke, Tee und Buch. Lesetipps dazu bekommt ihr vom PIPER Verlag.

"Hüten Sie sich davor, bequem zu werden." Eine Beeindruckende Dankesrede von BücherFrau des Jahres 2017 Nina George.

"Nicht die Fremden bedrohen uns. Nicht der Kollaps der Sozialsysteme ist es. Dimap und Allensbach beeinflussen das Denken, Sprechen und Handeln in Politik und Gesellschaft. Wo kluge Menschen ein Forum finden sollten, öffnet Jörg Schönenborn seine Tortendiagramme und zitiert seine Umfragewerte." Ein nachdenklich stimmender Artikel zum Deutschen Buchpreis.

#metoo ist der Hashtag unter dem Frauen sich in den Sozialen Netzwerken dazu bekennen, Opfer sexueller Gewalt geworden zu sein. Ein Aufschrei, der zeigen soll, wie viele tatsächlich davon betroffen sind. Christian Gesellmann hat einen Artikel geschrieben, was er als Mann darüber denkt und warum Männer zu diesem Thema nichts sagen. 




Nanni's Reise:


Wie jedes Jahr haben wir unseren Urlaub in Südtirol verbracht. Wir lieben die Gegend dort. Die Kraft der Berge, die Ruhe beim Wandern, die entspannte Zeit in der Pension oben auf dem Berg.


Genussvolle Lesezeit


Blick vom Balkon unseres Zimmers


Im Streichelzoo war es so toll. Die Räubertochter möchte jetzt auch eine Ziege, ein Schweinchen ....


So würde ich auch gerne meine täglichen Erledigungen tätigen


Von hier aus ist meine Freundin mit einem Gleitschirm geflogen. Megatoll, oder?



Ich wünsche dir einen fabelhaften Sonntag.
Mit welchem Buch wirst du dich heute entspannen?


[JdKöKi] Abstimmung des November Titels




Diesen Monat sehe ich der Abstimmung mit sehr viel Wehmut entgegen.

Zum einen ist es bereits die vorletzte Abstimmung, was ich sehr schade finde, denn die Aktion hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe viele tolle Bücher entdeckt, die mich zum Teil zuerst gar nicht angesprochen haben, sich dann aber als echte Schätze herauskristallisierten, und ich habe wirklich großartige Menschen kennengelernt, die meine Leidenschaft für besondere Bücher teilen.

Zum anderen wird es die Königskinder bald nicht mehr geben. Die Bücher werden natürlich noch erhältlich sein (irgendwann allerdings nur noch über Gebrauchtbüchershops und moderne Antiquariate), aber das Imprint wird eingestellt. Da sich der Königskinderverlag leider nicht rechnet, muss Carlsen seine feine kleine Schwester vom Markt nehmen. Im Frühjahr 2018 wird mit dem Titel "Der Vorhang fällt" das letzte Programm erscheinen. Mehr dazu kannst du hier nachlesen.






Um nun nicht traurig in die Abstimmung zu gehen, noch eine erfreuliche Nachricht: das Königskind "Der Geruch von Häusern anderer Leute" hat den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Jugendbuch gewonnen.

Das sind die Nominierten. Zur Abstimmung gelangst du hier entlang.






„Die wirkliche Wahrheit“ | Dan Gmeinhart | Sandy von Nightingale's Blog


Mark ist ein ganz normaler Junge. Eigentlich. Er hat einen Hund namens Beau und eine beste Freundin namens Jessie. Er fotografiert gerne und träumt davon eines Tages einen Berg zu besteigen.
Aber in einer Hinsicht ist er anders. Mark ist krank. Krankenhaus krank. So krank, dass er vielleicht nicht wieder gesund wird.
Mark haut ab – Beau immer an seiner Seite. Im Gepäck seine Kamera, sein Notizbuch und einen Plan, wie der den Gipfel von Mount Rainier erreichen kann. Und wenn es das Letzte ist, was er tut.
Eine Geschichte über einen Jungen, der einen Berg besteigt und über ein Mädchen, das zurückbleibt. Eine Geschichte über große Fragen und kleine Augenblicke. Und über stillen Mut, Entschlossenheit und den treusten Hund der Welt. (Quelle: Carlsen)

Ich möchte gerne „Die wirkliche Wahrheit“, das Debüt von Dan Gemeinhart nominieren. Eine Geschichte über Stärke, Mut & Freundschaft. In Zeiten wie diesen brauchen wir solche Bücher mehr denn je.



„Mein Name ist nicht Freitag“ | Jon Walter | Anja von Der Bücherblog


Samuel ist bei Gott. Seltsam nur, dass es im Himmel stockdunkel ist, die Vögel trotzdem singen und dass er gefesselt ist. Als er vor Gottes Angesicht tritt, sieht der eher aus wie Der Teufel. Und Der Teufel nennt ihn Freitag und verkauft ihn als Sklaven an einen weißen Jungen, der gerade mal so alt ist wie Samuel. Für 600 Dollar. Er kommt auf eine Plantage in Mississippi, wo es keinen interessiert, wer er ist, dass er lesen kann, dass er zu seinem kleinen Bruder muss. Aber der Bürgerkrieg rückt immer näher – und damit auch die Hoffnung auf Freiheit. (Quelle: Carlsen)

Ich nominiere diesen Monat "Mein Name ist nicht Freitag", das ich mir gerade gekauft habe. Der Klappentext zeigt bereits, dass diese
Geschichte keine leichte Kost wird, aber trotzdem bin ich schon sehr gespannt auf das Buch, vor allem darauf, wie und ob der Autor den Bürgerkrieg in Samuels Erlebnisse mit einbringt.




„Die Anarchie der Buchstaben“ | Kate de Goldi | Dani von Brösels Bücherregal


***Schön durcheinander!***
Jeden Donnerstag besucht Perry ihre Oma im Heim Santa Lucia. Oma weiß nicht immer, wer Perry eigentlich ist, und außerdem findet sie, Perry sei ein Jungenname. Aber Perry macht das nichts aus. Und dann hat sie diese gute Idee mit dem Abc! Ein Buch über alle und alles in Santa Lucia, bei dem Oma und die anderen mitmachen sollen. Es geht zwar etwas durcheinander, und das Ganze wird eher ein Acb oder ein Abv. Aber ein bisschen Anarchie hat noch niemandem geschadet. (Quelle: Carlsen)

Im letzten Monat war es "Die Anatomie der Nacht", jetzt soll es "Die
Anarchie der Buchstaben" sein! Die Geschichte der kleinen Perry und
dem Abc zusammen mit ihrer Oma klingt einfach zu witzig, um sie nicht
zu lesen. Ich erhoffe mir damit eine charmante Story, die gern auch bewegend sein darf. Und vor allem: Würdest Du das hier nun lesen, wenn es keine Buchstaben gäbe?




"Café Morelli" | Giancarlo Gemin | Nils von Bunteschwarzweisswelt


Als der vierzehnjährige Joe erfährt, dass das Café seines geliebten nonnogeschlossen werden soll, ist er entsetzt! Und schwört sich, alles zu tun, damit das nicht passiert. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn die glorreichen Zeiten des "Morelli" scheinen vorüber. Zum Glück aber hat Joe nicht nur den italienischen Dickkopf seines Großvaters geerbt, sondern in seiner Cousine Mimi auch eine raffinierte Köchin, die mit ihren großartigen Gerichten die gesamte Straße in Verzückung versetzt. So weht durch das kleine walisische Viertel bald schon ein Hauch Dolce Vita. Und Joe muss feststellen: Familie, Freunde und die beste Pasta der Welt – manchmal braucht es einfach nur die richtigen Zutaten. (Quelle: Carlsen)

Ich finde den Klappentext einfach nur toll! Das Buch hört sich so so schön an. Ich habe noch nie etwas in die Richtung gelesen und bin deshalb umso gespannter, was es mit dem Café und dem Protagonisten auf sich hat!




„Nicht nur ein Liebesroman“ | Emma Mills | Anni von Bücherstapel


Die siebzehnjährige Sloane hätte nie gedacht, dass sie nach ihrem Umzug von New York nach Florida so schnell Freunde finden würde – vor allem nicht in der glamourösen Vera und ihrem Zwillingsbruder, dem ernsthaften und stillen Gabe. Durch sie beginnt Sloane, sich ganz allmählich zu öffnen. Und lernt bei ihrer Suche nach einem verschollenen Bild schließlich sogar, wie viel Liebe im Leben und in ihr steckt ... (Quelle: Carlsen)

Jane & Miss Tennyson hat mir schon wahnsinnig gut gefallen, daher freue mich darauf zu erfahren was in dem neuen Werk von Emma Mills so passiert (besonders da es ja mehr als „nur ein Liebesroman" sein soll). Die Leseprobe macht Lust auf mehr und das Buch ist einfach mega schön!








„Anders“ | Andreas Steinhöfel | Nanni von Fantasie und Träumerei


Nach dem Unfall sind Zeit und Welt aus den Fugen. 263 Tage liegt der Winterjunge im Koma, exakt die Anzahl jener Tage, die seine Mutter vor elf Jahren mit ihm schwanger war. Dann erleben die Menschen um ihn herum ein Wunder: An einem prächtigen Sommertag kehrt Felix Winter zurück ins Leben. Und nennt sich von nun an anders, nämlich Anders. Er hat keinerlei Erinnerung mehr an die Zeit vor dem Unfall oder an den Unfall selbst … und es gibt jemanden, der alles dafür tun wird, dass das so bleibt. (Quelle: Carlsen)

"Fast jeder Mensch, da machte sie selber bestimmt keine
Ausnahme, war in irgendwelche Zwänge eingebunden, wurde von inneren und äußeren Einflüssen bestimmt, die sich seinem Willen und seinem Zutun entzogen. Aber wer zwischen vollmundig und malzig lebte, der lebte unmöglich wirklich." Diese Worte sind aus dem Roman "Anders" von Andreas Steinhöfel. Ein Roman, dessen Thematik in jede Zeit passt, mich momentan aber mehr beschäftigt, als sonst. Es ist eins der Bücher, die zeigen wie besonders, wie anders und wertvoll die Geschichten aus dem Königskinderverlag sind und deshalb ist das Buch meine Nominierung für den Monat November.




„Der Gesang der Nachtigall“ | | Ina von Ina's little Bakery


England 1919. Seitdem sie und ihre Familie nach Hope House gezogen sind, ist die zwölfjährige Henry ganz auf sich allein gestellt. Mama ist krank, Vater arbeitet außer Landes und Nanny Jane muss sich um Baby Piglet kümmern. Sich selbst und ihren Büchern überlassen, beginnt Henry, ihre neue Umgebung zu erkunden: das große Haus mit seinem vergessenen Dachboden, das geheimnisvolle Licht, das jenseits des Garten durch die Bäume schimmert, und die geisterhaften Schatten, die niemand außer ihr zu sehen scheint. Und auch niemand außer ihr scheint zu merken, in welcher Gefahr ihre Familie schwebt ... (Quelle: Carlsen)

Ich entscheide mich für eine königliche Neuheit und mein aktuelles Lieblingskönigskind "Der Gesang der Nachtigall". Warum? Weil es ganz großartig ist, weil Henry so eine starke, mutige Protagonistin ist, die mich sehr beeindrucken konnte und weil die Geschichte einfach superviele Facetten hat und immer wieder überraschen konnte.



Stimme hier vom 20.10. - 24.10.2017 um 23:59 Uhr für deinen Favoriten ab.



JANUAR | "Salz für die See" von R. Sepetys


Ich habe viele Tränen geweint. Tränen der Trauer, der Wut und Tränen der Hoffnung in Hoffnungslosen Situationen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich jemals ein Buch gelesen habe, das mich so bewegt hat.

"Salz für die See" ist ein außergewöhnliches Buch. Nicht in seiner Thematik, aber in seiner Umsetzung. Gefühlt geht jedes einzelne Wort tief unter die Haut. Brennt in den Kopf was einmal war und nie mehr so sein soll. Es ist ein Buch, das absolut jeder lesen sollte.

FEBRUAR | "Alles, was ich sehe" von M.L. Curtis


"Alles, was ich sehe" lebt von seinen Protagonisten. Ob Maggie mit all ihrer Wut und Verzweiflung, der stille Mason oder die extrem optimistische Clarissa - sie alle tragen dazu bei, dass dieser Roman eine wundervolle Erzählung wird.

Ein ganz besonderer Protagonist ist Ben. Er ist Autorin Marci Lyn Curtis wirklich gut gelungen. Ein Mensch, den ich gerne einmal treffen würde.

MÄRZ | "Das Schloss in den Wolken" von L. M. Montgomery

"Das Schloss in den Wolken" ist ein zeitloser Roman über Träume und den Mut diese in die Tat umzusetzen. Ich selbst trage die Verantwortung für mein Glück. Protagonistin Valancy geht mit gutem Beispiel voran und zeigt mir, dass nichts unmöglich ist, scheint es auch noch so schwierig.



APRIL | "Der Koffer" von R. Roe


Bevor ich mit "Der Koffer" begonnen habe, wusste ich, dass eine sehr bewegende und bedrückende
Geschichte auf mich zukommt. Dass der Roman solche Ausmaße annimmt, dass es diesen Verlauf gibt, der weit ab von dem ist, was man einen normalen Umgang mit Kindern und Jugendlichen nennt, damit habe ich nicht gerechnet. Robin Roe hat mich zutiefst erschüttert. Es macht mich traurig daran erinnert zu werden, dass es Menschen gibt, die so mit anderen umgeht. Und trotzdem gibt es ganz viele Momente, die mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Einfach, weil es nicht nur böse Menschen gibt, sondern auch ganz nette, die Anteil nehmen am Schicksal ihrer Mitmenschen, die sich interessieren und ihr Herz für Andere öffnen, egal welcher Herkunft, Hautfarbe oder sozialer Schicht sie entstammen.

MAI | "Der Geruch von Häusern anderer Leute" von B.-S. Hitchcock


„Der Geruch von Häusern anderer Leute“ hat sehr viel in mir ausgelöst. Die Schicksale der Jugendlichen sind keine leichte Kost und nur schwer verdaulich. Immer dann, wenn ich am wenigsten damit gerechnet habe, haben sie wieder unter der vollen Härte des Lebens leiden müssen. Das hat mich emotional ziemlich aufgewühlt und immer wieder das Buch aus der Hand legen lassen, obwohl die darin konzipierte Spannung nach weiterlesen verlangte.



JUNI | "Zwillingssterne" von C. Moracho


Im Großen und Ganzen hat mir der Roman ganz gut gefallen. Die Grundidee ist gut und die Schreibe
holt mich dort ab, wo ich es nicht vermutet hatte. Eine kleine Kritik habe ich aber doch. Ab und an habe ich das Gefühl, dass sich die Autorin verzettelt. Weniger ist mehr. Hier und dort ein paar Szenen eingespart und die eigentliche Situation, die Schwierigkeiten, die Althea und Oliver belasten, ihr Leben zu einem Vulkan kurz vor dem Ausbruch werden lassen, mehr auf den Punkt gebracht. Das hätte ich mir gewünscht.

JULI | "Jane & Miss Tennyson" von E. Mills


„Jane & Miss Tennyson“ ist das mehr als gelungene Debüt der Vloggerin Emma Mills. Zwischen
Devons romantischen Wünschen nach der großen Liebe, offenbart sich ein Roman mit viel Tiefgang. Ein Roman, der zeigt wie wichtig es ist eine eigene Meinung zu bilden und nicht hinter Oberflächlichkeiten herzurennen. Geschrieben von einer Autorin, die offensichtlich weiß wie wichtig wahre Freundschaft ist und was sie bedeutet.




AUGUST | "Winger" von Andrew Smith 


"Winger" hat mich echt umgehauen. Hier und da gab es zwar einige 
Längen und vielleicht wurde auch etwas oft, das Wort "pervers" genannt, ohne dass mir die Wichtigkeit der häufigen Nennung klar war, aber letztendlich ist es eine Geschichte, die mich beeindruckt und für ordentlich Gänsehaut gesorgt hat. Die ausgewogene Mischung aus Drama und Humor, sowie der extrem starke Protagonist Ryan Dean, der aufzeigt wie unterschiedlich Selbstbild und Außenwahrnehmung sein können und wie wichtig Freundschaft ist, hat bei mir einen bleibenden Eindruck 

10.10.17

Ein französischer Sommer - Jessica Brockmole




1911. Die junge Clare wird nach dem Tod ihres Vaters von Schottland nach Frankreich geschickt. Allein in der Fremde findet sie Trost bei Luc, dem Sohn ihrer Gastgeber. Gemeinsam erleben sie einen unvergesslichen Sommer – bis Clare erneut aus ihrer Welt gerissen wird. Jahre vergehen, bevor sie nach Frankreich zurückkehrt. Doch der Krieg hat Lucs Leben unwiderruflich verändert. Ist die Liebe jenes Sommers stark genug, um wieder zueinanderzufinden?
(Text & Cover: © Randomhouse; Foto: © N. Eppner)


Im Sommerurlaub im Jahr 2014 habe ich ein Buch gelesen, das mich zutiefst berührt hat. Eine Liebesgeschichte bewegend und rau wie das Meer, das dem Roman zum Titel verholfen hat. Die Rede ist von Jessica Brockmoles Debüt "Die Liebe über dem Meer", einem Briefroman über die hoffnungsvolle Liebe zweier Menschen während einer hoffnungslosen Zeit.

Dass Jessica Brockmole keine so intensive Geschichte nachlegen kann, habe ich eigentlich auch nicht erwartet und daher war ich kein bisschen enttäuscht, als mich Clares und Lucs Schicksale nicht so sehr berührten, wie damals der Roman über Elspeth und David. Trotzdem spreche ich "Ein französischer Sommer" eine Leseempfehlung aus.

Das ist dieses junge Mädchen - Clare -, von der Mutter verlassen, den Vater an den Tod verloren, findet sie Obhut bei Lucs Eltern. Einem Künstlerpaar. Freunde ihrer Mutter, die ebenfalls Künstlerin war. Auch Clare hat das Talent hinter die Fassade zu schauen, Dinge genau betrachten zu können, Botschaften hinter Kleinigkeiten zu erkennen. Eigentlich müsste sie eine ganz gute Menschenkenntnis haben, doch leider wird diese beeinträchtigt durch die Verluste, die sie in ihren jungen Jahren bereits erlebt hat.

Luc ist ein sympathischer junger Mann. Bodenständiger als seine Eltern, bietet er Clare eine stabile Basis, um eine Beziehung zu entwickeln. Diese beläuft sich zunächst freundschaftlicher Natur,aber nach einiger Zeit nähern die beiden sich immer mehr an. 

Es scheint, als könne Clare endlich Vertrauen fassen. Doch dann wird Clares Leben komplett durcheinander gewirbelt und Luc gerät in die Fänge des Krieges, der seine Seele mit harter Kralle zerkratzt. Luc ist nicht mehr der Mensch, der er einmal war. Gibt es trotzdem Hoffnung für ihn und Clare die Freundschaft oder gar die Liebe wieder aufleben zu lassen?

"Ein französischer Sommer" ist lange Zeit einfach nette, kurzweilige Unterhaltung, geht dann Phasenweise in die Tiefe, birgt aber keine großen Überraschungen. Kultur und Krieg werden hier gekonnt miteinander verknüpft und auf recht eingängige Art und Weise dargestellt. Die Autorin macht sich Gedanken über menschliches Handeln, über die Wege, die dort hinführen, über Verantwortung und Schicksalsschläge. "Ein französischer Sommer" ist mehr, als eine Liebesgeschichte, aber nicht tiefgründig genug, um als historischer Roman über den ersten Weltkrieg zu bestehen. Trotz allem ist es ein unterhaltsames Buch, das ich gern gelesen habe.


Buchinfo:

Diana (August 2016)
416 Seiten
Paperback, Klappenbroschur
14,99 €
Originaltitel: At the Edge of Summer
ÜBERSETZUNG: Susanne Goga-Klingenberg
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Rezensionen: © 2017, Nanni Eppner

08.10.17

[Fantasy Neuerscheinungen 2017] Oktober - Dezember




Das letzte Quartal des Jahres ist angebrochen und ich frage mich - wo ist 2017 so schnell verschwunden?

Für alle Fans der phantastischen Literatur ist dieses Viertel ein krönender Abschluss, bevor 2018 mit neuen Titeln herein schneit.

Hohlbein, Peinkofer, Sanderson, Brett ... das nur ein paar der Namen, die euch heute begegnen. Fantasygrößen der deutschen und der internationalen Phantastik geben sich von Oktober bis Dezember die Klinke in die Hand. Hinzu kommen ein paar spannend klingende Debüts, neue Reihen und vielversprechende Einzelbände.

Zück Stift und Zettel! Es geht los!







"Armageddon" | Wolfgang Hohlbein | PIPER

Mit Hohlbein ist es ja so eine Sache - die einen lieben ihn, die anderen sind seiner überdrüssig. Ich bin irgendwo dazwischen. Manche seiner Romane sprechen mich gar nicht an, andere haben mich etwas gelangweilt, aber einige konnten mich auch ziemlich fesseln.

In seinem neusten Roman, Auftakt einer apokalyptischen Serie, geht es um Beka und Luke, die in Israel landen, das gerade eben erst zu großen Teilen von einer Atombombe vernichtet wurde. Beide geraten in einen unterirdischen Tempel mit mysteriösen Zeichen.

Alles deutet darauf hin, dass diese beiden Protagonisten nun gegen den Untergang der Menschheit ankämpfen müssen. Ich weiß noch nicht so genau, ob ich das Buch tatsächlich lesen werde. Es klingt interessant und ich glaube, Apokalypse ist etwas, das Hohlbein gut kann. Ob ich das allerdings in Serie brauche, weiß ich nicht so genau. Als Einzelband würde es definitiv auf meiner Leseliste landen. 

Was meinst du? Lohnt es sich eine Reihe mit einem apokalyptischen Setting zu beginnen?


"Krieger des Nordens 01: Blutsbande" | David Falk | PIPER

David Falks neue Saga im Bereich der High Fantasy klingt nach einem Buch, das in die Richtung historische Fantasy geht, wird von Piper aber auch als Buch mit phantastischen Wesen angepriesen.
Zwei Brüder, aus einem nordischen Volk stammend, werden bei einem Überfall entführt und wachsen im gegnerischen Volk der Thebaner auf. Der eine als Sklave, der andere auf dem Weg zum Offizier.

Eine Geschichte, die in mehrere Richtungen gehend spannend werden kann. Für welches Volk werden sich die Brüder letztendlich entscheiden? Bleiben sie dem Volk treu, in dem sie aufgewachsen sind oder schlagen ihre Wurzeln durch? Die Ausgangssituation ist für beide sehr verschieden und kann zudem zu Konflikten zwischen den beiden führen. 


Ich hoffe, dass mich mit "Blutsbande" ein so vielschichtiges und spannendes Buch erwartet, wie ich es mir erhoffe.


"Das Lied der Krähen" | Leigh Bardugo | Knaur Fantasy

Leigh Bardugo ist den Jugendfantasy LeserInnen keine Unbekannte. Ihre Grischa-Trilogie erfreut sich nicht nur in Deutschland großer Beliebtheit. 

Nun ist ihr neustes Buch "Das Lied der Krähen" (zur Veröffentlichung dieses Beitrags) bereits erschienen und dreht in den sozialen Netzwerken fleißig seine Runden. Die Stimmen dazu meist positiv. Von großer Spannung ist da die Rede. Wenn ich mir den Inhalt betrachte und mir Bardugos Schreibe in Erinnerung rufe, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die Anpreisung einer fesselnden Geschichte erfüllt werden können.


Im Mittelpunkt des Romans steht Kaz, rechte Hand eines Kriminellen und bisher ziemlich skrupellos. Er bekommt ein Jobangebot, das er unmöglich abschlagen kann und das vermutlich ziemlich gefährlich ist, denn er holt sich fünf Gefährten dazu, die ihm beim Lösen seiner Aufgabe behilflich sein sollen. Sechs Krähen ...


Ich freue mich schon sehr, sehr, sehr auf dieses Buch.


"Die Chroniken von Amber 01: Die neun Prinzen von Amber" | Roger Zelazny | Klett Cotta Hobbit Presse

Prinz Corwin hat bei einem Autounfall sein Gedächtnis verloren und lebt nun auf der Erde. Als ein Anschlag auf ihn verübt wird, kehrt er zurück nach Amber. Dort sitzt sein Bruder auf dem Thron. Corwin will diesen stürzen...

Die Mitglieder des Königshauses können mit Hilfe von Spielkarten durch die Zeit reisen und die Realität manipulieren. 


Zeitreisen, magische Orte, Kampf um den Thron und ein verschwundener König. All diese Beschreibungen machen mich sehr neugierig auf diesen Roman, der als sehr Ideenreich und Farbenfroh beschrieben wird. Ich mag es sehr, wenn Autoren die Möglichkeiten der Phantastik voll ausschöpfen, mit der Realität spielen und ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Klingt so, als könnte Zelazny mit seiner Reihe, die (bisher?) 5 Bände umfasst, die im monatlichen Rhythmus bei Klett Cotta erscheinen, genau meinen Geschmack treffen.


"Am Fluss der Sterne" | Guy Gavriel Kay | Fischer Tor

"Am Fluss der Sterne" ist nicht direkt die Fortsetzung zu "Im Schatten des Himmels", spielt aber im gleichen Setting wie der im Oktober 2016 erschienene Roman. 

Schauplatz ist Kitai, ein Reich, das eine Fantasy Version Chinas während der Tang-Dynastie ist. Politische Ränke- und Machtspiele plus mystische Handlungen fügen sich perfekt in die Szenerie ein.


Guy Gavriel Kay konnte mich einmal mit seiner Sprache, seinen komplexen und klugen Gedankengänge, sowie dem spannenden Setting überzeugen, und wird es sicher wieder tun.


Fortsetzungen:


"Der Bruder des Wolfs" | Robin Hobb | Penhaligon












"Bigtime 02: Hot Mama" | Jennifer Estep | PIPER
"Frost wie Schatten" | Sara Raasch | cbt







"Die Blutkönigin" | Sarah Beth Durst | Penhaligon

Wie gefällt dir das Cover dieses Fantasyromans? Ich mag es gerne schlicht und finde die Farbwahl sehr gut. Sie verspricht mir etwas märchenhaftes, mystisches. Ob dem tatsächlich so ist?

Es kommen zumindest Elemantargeister vor. Wer diese kontrollieren kann, der darf Königin werden oder wird von den Elementargeistern umgebracht. Daleina ist eine der Anwärterinnen. Aber eben nur eine und nicht mal die mächtigste. Doch sie hat einen Mentor mit einer Vergangenheit, die ihr behilflich sein könnte. Einen Mann, der die Königin liebt und von ihr verraten wurde.


In der phantastischen Literatur gibt es ja leider immer noch zu wenige Frauen. Hier treten sie direkt mal im Doppelpack an. Dass Autorin Sarah Beth Durst gerne Wonder Woman geworden wäre spricht sowohl für sie, als für ihre Heldin Daleina.




"Die Dominium-Saga 01: Die Eiskriegerin" | Licia Troisi | Heyne

"Die Schattenkämpferin", "Die Drachenkämpferin", "Die Feuerkämpferin" etc. irgendeine Trilogie oder ein Buch von Licia Troisi, der jungen Schriftstellerin aus Italien, hast du doch sicher auch schon gelesen? Sie hat bereits zahlreiche erfolgreiche Bücher veröffentlicht.

Nun ist sie wieder da. Mit einer neuen Saga, die vom Verlag so eingekleidet wurde, dass sie gar nicht schlecht zu den anderen Büchern passt. Da hüpft das Büchernerdherzchen gleich ein kleines bisschen höher.


Zehn Jahre nach ihrer Flucht ist Waisenmädchen Myra eine gut ausgebildete Kriegerin. Doch dann holt sie die Vergangenheit ein. Alte Wunden werden aufgerissen, neue Fragen kommen auf. Wer Troisi kennt, der weiß, dass sie in der Lage ist eine starke Heldin zu kreieren und diese in ein spannendes Abenteuer zu schicken. Ich freue mich, dass Troisi und ihre mutigen Kämpferinnen zurück sind.




"Krieg der Drachen 01: Glühender Zorn" | F. I. Thomas | PIPER

Es wird blutig werden. Davon gehe ich zumindest aus, wenn Drachen, Novizen und Magier aufeinandertreffen und die ersten Seiten des Buches auf einem Schlachtfeld spielen.

F. I. Thomas, Pseudonym des norddeutschen Fantasyautors Thomas Finn, schreibt von der Machtgier der sechs Zauberer, die einst den Krieg gegen Drachen gewonnen und damit deren Schreckensherrschaft beendet haben.


Warum sie nun ihre Novizen töten wollen und was das mit Machtgewinn zu tun hat, wer wohl als Sieger aus dem Wettlauf hinaus gehen wird und ob man damit mehrere Bände füllen kann, das alles erfahren wir, wenn wir "Krieg der Drachen" lesen.





"Luna. Im Zeichen des Mondes" | Anne Buchberger | PIPER IVI

Ist dieses Cover nicht reizend? Märchenhaft schön. Märchenhaft wird es wohl auch im Inneren des Romans, in dem Prinzessin Analina Schülerin an der Akademie des Meeres werden soll. Es gilt das zu schützen, was sie in sich bewahrt - die Seele des Mondvogels.

Hier verspreche ich mir eine geheimnisvolle wie magische Geschichte, die sicher eher an etwas jüngere / jugendliche Leser gerichtet ist, aber deshalb nicht minder spannend und bezaubernd sein kann. 


Ich freue mich, dass eine so junge deutsche Autorin (geb. 1995) mit ihrem Debüt in einem so großen Verlag wie PIPER untergekommen ist und freue mich schon sehr Analina und ihre Geheimnisse kennenzulernen.





"Mythos Academy Colorado 01: Bitterfrost" | Jennifer Estep | PIPER IVI

"Mythos Academy" - gibt's doch schon. Ja richtig. Aber hier kommt nun die "Mythos Academy Colorado".

Weiter geht es im Kampf gegen Loki, der scheinbar noch nicht endgültig besiegt ist. Gleicher Gegener, anderes Team. Diesmal in der Hauptrolle: Protagonistin Rory, die sich bereits im Kampf gegen Loki bewährt hat, aber aufgrund ihrer Eltern, die Schnitter in Lokis Diensten waren, trotzdem nicht von ihren Mitschülern akzeptiert wird und erneut in den Kampf zieht.


Klingt nach aufgewärmter Geschichte. Ist es irgendwie auch. Aber warum soll Estep nicht noch einmal gegen Loki kämpfen, wo es uns allen doch schon einmal so viel Spaß gemacht hat? Und wenn es jemand hinkriegt dies spannend und unterhaltsam zu gestalten, dann ganz sicher Jennifer Estep.




"Stadt aus Wind und Knochen" | Fran Wilde | Knaur Fantasy 

"Stadt aus Wind und Knochen" ist das mit dem Stan Norton Award ausgezeichnete Debüt einer jungen Amerikanerin, das in den USA viele positive Stimmen erhalten hat.

Protagonistin Kirit ist eine magische Sängerin. Vor vielen Jahren haben die Sänger in Kirits Heimat Krieg und Chaos durch ihre Stimmen beendet. Kirit bekommt das Angebot mit ihnen zu reisen und nimmt es an, in dem Gedanken etwas Gutes zu tun. Doch dann wird ihre Weltbild bis aufs Mark erschüttert.


Vom Verlag wird die magische Kulisse des Romans besonders hervorgehoben. Ist sie nur annähernd so bezaubernd wie das Cover, wird dieses Buch sicher eine tolle Lesereise.




"Die Königschroniken 01: Ein Reif von Eisen" | Stephan M. Rother | Rowohlt

Autor Stephan M. Rother ist kein Unbekannter im deutschen Buchhandel. Mit seinen Thrillern hat er bereits viele Leser begeistert. Nun wandelt er auf den Pfaden der Phantastik und schlägt ganz nebenbei einen bekannten Weg ein. Als studierter Historiker nutzt er seine Kenntnisse und baut eine Welt, die im Genre historische Fantasy angesiedelt ist.

Durch verschiedene Figuren wird die Handlung komplex. Mehrere

Fäden müssen verknüpft werden, um zur Lösung zu kommen, was den Lesern spannende Lesestunden verspricht.

Im Mittelpunkt stehen die geheimnisvolle Sklavin Ildris, die ehrgeizige Leyken, die sich auf der Suche nach ihrer Schwester befindet und Sölva, uneheliche Tochter von Stammesfürst Morwa. Geballte Frauenpower.






Fortsetzungen:



  




"Die Chroniken von Amber 02: Die Gewehre von Avalon" | Roger Zelazny | Klett Cotta Hobbit Presse
"Splitterwelten 02: Nachtsturm" | Michael Peinkofer & Christoph Dittert | PIPER (leider in anderem Cover, dem auch Band 1 angeglichen wurde)









"Wintersong" | S. Jae-Jones | PIPER IVI

Wieder ein Buch aus der Kategorie "Cover, die mich anziehen". Passt es nicht wunderbar in die Weihnachtszeit? Und verspürst du nicht auch den Wunsch es in die Hand nehmen zu müssen? Mich würde es besonders freuen, wenn das Buch auch haptisch etwas zu bieten hat. Wenn bspw. die Beeren in einem anderen Material gestaltet wären oder sich vom Rest des Covers abheben würden. 

Bist du zufällig Buchhändler*In,hast es schon in Händen gehalten und kannst mir diese Frage beantworten?


Auch inhaltlich passt "Wintersong" in die Winterzeit. Es dreht sich um den Jahreswechsel, die längste Nacht, in der alte Geister vertrieben und neue Hoffnungen geschürt werden. In dieser Nacht wandelt der Erlkönig durch die Dörfer und sucht sich eine Braut. Als er Liesls Schwester mit in die Unterwelt zieht, macht sich Liesl auf den Weg sie zu retten und steigt ebenfalls hinab in die Unterwelt.


Einige deutsche Autorinnen konnten mich schon mit der Geschichte um den Erlkönig begeistern. Mal schauen, ob es auch der ehemaligen amerikanischen Lektorin gelungen ist, diese deutsche Sage in einen spannenden Roman zu verarbeiten.




"Das blutende Land" | Klaus N. Frick | Knaur Fantasy

"Düster, grimmig, actionreich", so der Slogan, mit dem Verlagsgruppe Droemer Knaur diesen Fantasy Roman anpreist. Mich haben sie damit auf jeden Fall dazu gebracht mir den Inhalt mal näher anzuschauen und auch der klingt sehr vielversprechend. 

Zwei verfeindete Völker und keine Aussicht auf einen Sieg, denn die Magie neigt sich dem Ende zu. Ein gewagtes Experiment soll dazu verhelfen, dem ganzen einen Schlussstrich unterzusetzen. Sardevs Geist wird mit dem eines Wolfes verbunden. Doch leider geht das Experiment schief und der Magier, der es durchgeführt hat, hat nicht so gute Absichten, wie angepriesen.


Ich mag Gestaltwandler und ich mag Wölfe. Ebenso Magie und Machtspiele. Besonders dann, wenn sie komplex gestaltet werden und mehr verbergen, als auf den ersten Blick ersichtlich. Ich hoffe, dass Klaus N. Frick all diese Erwartungen erfüllen und ein spannendes Leseerlebnis bieten wird.





Fortsetzungen:


  



"Das Erbe der Schatten" | Robin Hobb | Penhaligon
"Das Leuchten der Magie" | Peter V. Brett | Heyne
"Die Chroniken von Amber 03: Im Zeichen des Einhorns" | Roger Zelazny | Klett Cotta Hobbit Presse


Welches der vorgestellten Bücher spricht dich ganz besonders an?

Auf welche Fortsetzung freust du dich am meisten?

Hast du noch andere Fantasy Neuerscheinungstipps, die hier nicht gelistet sind?

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